Jeder kennt folgende Situation: es muss mal wieder eine große Menge an Daten ins System eingepflegt werden. Die klassische Personalstammdatenpflege ist dafür keine wirkliche Option. Die Schnellerfassung kommt auch schnell an ihre Grenzen. Vielleicht gibt es für die aktuelle Anforderung einen kundeneigenen Report, wirklich flexibel ist man damit aber auch nicht. Genau hier kann die LSMW (kurz für Legacy Systems Migration Workbench) eine flexible Alternative darstellen.

Generell ist die LSMW ein Tool zur Datenübernahme im Rahmen von Migrationen. D.h. die Daten wurden im alten System exportiert und bspw. als Excel-, CSV- oder Text-Tabstopp-Dateien zur Verfügung gestellt. Stehen also die von Ihnen einzupflegenden Daten in einem solchen Format zur Verfügung, oder lassen sie sich effizient bereitstellen, so bietet sich die LSMW entsprechend auch für Masseneingaben an.

Für die Übernahme der Daten nutzt die LSMW eine sogenannte Aufzeichnungsfunktionalität. D.h. es werden die einzelnen Schritte und Felder für die Datenübernahme dokumentiert, die Sie beim Aufruf einer SAP-Transaktion ausführen bzw. befüllen. Die Pflege der Daten erfolgt dann im Allgemeinen per Batch-Input, sodass auch Eingabeprüfungen und Stammdatenprotokollierung greifen. Häufigster Anwendungsfall dürfte die Infotyp-Pflege via Transaktion PA30 „Personalstammdaten pflegen“ sein.

5 Gründe, warum jeder die LSMW kennen und nutzen sollte

Sind Massendaten zu pflegen, kann die LSMW eine riesige Zeitersparnis für alle Nutzer bieten. Denn sobald ein Datenübernahme-Objekt angelegt ist, kann die Einspielung der Daten im Hintergrund erfolgen. Zum einen geht das automatische Einspielen durch die Batch-Input-Mappe um einiges schneller, als die Daten händisch einzupflegen, zum anderen kann in der Zwischenzeit an anderen Dingen gearbeitet werden.

Darüber hinaus können Datenübernahme-Objekte und Aufzeichnungen wiederverwendet werden. Hier fällt dann lediglich Zeit an, um die einzuspielenden Daten in einer Text-Tabstopp- oder CSV-Datei aufzubereiten und die Daten in der LSMW einzubinden, umzusetzen und abzuspielen.

Ablauf einer (Massen-)Datenpflege mit der LSMW

Das Einspielen von Daten mit der LSMW beinhaltet im drei Wesentliche Abschnitte: das Bereitstellen und Einlesen der Quelldatei bzw. Quelldaten, das Umsetzen der eingelesenen Daten in die sogenannte „Zielstruktur“ und das Einspielen der umgesetzten Daten ins SAP HCM.

Der grobe Ablauf der Datenübernahme ins SAP HCM wird in folgender Abbildung dargestellt:

Ablauf_Datenmigration_LSMW

Welche Schritte sich im Einzelnen hinter diesen drei Abschnitten verbergen, wird in der LSMW je Objekt sehr übersichtlich in einem Menü dargestellt, welches einem Inhaltsverzeichnis oder einer Checkliste ähnelt. Hier sind bei Erstanlage eines Objektes alle Schritte auszuführen, bei wiederholter Nutzung dann nur noch die Schritte 7-14 , da die Definition des Objektes ja bereits erfolgt ist:

LSMW_Menü_SAP

Wiederverwendbarkeit der LSMW-Objekte

Da die Datenübernahme-Objekte der LSMW wie bereits beschrieben wiederverwendbar sind, sieht die SAP eine entsprechende Strukturierung über Projekte und Teilprojekte vor. Ein Beispiel für eine Strukturierung zeigt die folgende Abbildung:

LSMW: Projekt, Teilprojekt und Objekt

Wo finde ich eine Anleitung zur LSMW?

Wir hoffen, wir konnten Ihnen die LSMW mit diesem Blog-Artikel etwas näher bringen! Um sie gleich testen und mit der Anlage eines ersten Datenübernahme-Objektes starten zu können, stellt sich jedoch noch die Frage nach einer geeigneten Anleitung. Da wir Sie an dieser Stelle ungern allein lassen wollen, haben wir ein entsprechendes White Paper auf unserer Homepage zum Download bereitgestellt. Das zugehörige Passwort erhalten Sie bei der Anmeldung zu unserem Newsletter bzw. haben es in unserem letzten Newsletter bereits erhalten.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit der LSMW!

Sollten Sie weitere Unterstützung benötigen, so freuen wir uns über Ihre Nachricht!

White Paper: Die LSMW für Masseneingaben im SAP HCM nutzen

White Paper: Die LSMW für Masseneingaben im SAP HCM nutzen